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Anamnese
Das ausführliche, meist mehrstündige gemeinsame Gespräch mit dem Patienten ist der erste und auch gleichzeitig entscheidende Beginn zum Verständnis der Krankheit.
Im Vorfeld hierzu füllt der Patient einen umfangreichen Fragebogen aus, an dem meistens Familienangehörige oder Eltern mithelfen, die vergessenen Zusammenhänge zu einem weitgehenden vollständigen Lebensablauf – seit der Zeugung – niederzuschreiben.
Hier sind Krankheiten oder Belastungen der Eltern vor und zum Zeitpunkt der Zeugung genauso wichtig wie ein Wohnungs- oder Arbeitsplatzwechsel, Zustand und Bauweise der Wohnung bzw. des Hauses, deren örtliche Gegebenheiten etc.. Einen starken Einfluss auf mögliche Entwicklung von chronischen Krankheiten haben Schocks, Unfälle, Operationen, Zahnversorgungen, Impfungen, Reisen in ferne Länder mit mangelnder Infrastruktur etc.. In den Belastungen der Vergangenheit finden sich in der Regel die Krankheitsauslöser oder eine Reihe von Faktoren, die in ihrer Gesamtheit letztlich zur jetzigen Situation geführt haben.Die Belastungen der Eltern übertragen sich auf das ungeborene Kind.

In der Integralen Medizin machten wir immer wieder die Beobachtung, dass chronische Krankheiten in den meisten Fällen schleichend beginnen. Es kann jedoch sehr häufig der genaue Ablauf der Erkrankung durch die Erstellung eines Zeitrasters der verschiedenen Lebenssituationen des Patienten erkennbar gemacht werden. Nach unseren umfangreichen Erfahrungen finden sich häufig - fast auf den Tag oder die Woche genau – immer wiederkehrende Ereignisse im Leben eines Patienten, die in der Gesamtheit wie ein Pfad in der Wildnis letztlich den Gang der späteren Krankheit aufweisen können, wenn man ihn erfragen und auch als solchen erkennen kann.

Bild: Während der Schwangerschaft werden die Giftstoffe der Mutter auch durch die
Plazenta auf das ungeborene Wesen übertrragen (hier ca. 24. Schwangerschftswoche).
So beginnen beispielweise chronische metall- oder umweltbedingte Vergiftungen meistens kaum spürbar und völlig unspektakulär.
Sie zeigen sich zuerst in kleineren „Unpässlichkeiten“ wie immer wiederkehrenden banalen Infekten, kleinen Hautunregelmäßigkeiten, leichten Darmproblemen und ähnlichen Symptomen. Diese gehen jedoch unbeachtet oder sogar belächelt im Alltagsstress unter und wegen ihrer meist kurzen Dauer werden sie nicht weiter ernst genommen oder man traktiert sie mit „Hausmittelchen“ oder es werden „Hilfen“ aus dem Nahrungsergänzungsregal des Supermarktes angewendet. Da die Ursachen jedoch bleiben kommt es schleichend zu einer weiteren Verschlechterung, denn die Anzeichen sind nicht mehr einfach wegzuleugnen. Nun steht der Arztbesuch an, denn in der Folgezeit kommt es zunächst zu Veränderungen vorwiegend im neurovegetativen System, wo die Hausmittelchen nicht mehr helfen. Diese stärkeren Symptome wie z. B. ein chronischer Schnupfen oder häufigere Diarrhoen verlangen nun nach stärkeren Medikamenten, obwohl ja keine eigentliche Krankheit erkennbar ist. Die wenigen, vom Arzt routinemäßig angeordneten üblichen Werte und Untersuchungen sind dann fast immer im Normbereich. Einige Zeit später, die Symptome verschwinden immer seltener, werden nunmehr sicherheitshalber Antibiotika- oder Cortisontherapien angeordnet, diese sind aber nach anfänglicher Besserung schon nach kurzer Zeit wieder unwirksam.
Diese oder ähnliche Therapien wiederholen sich in den meisten Fällen dann immer wieder, sie werden oft mehrfach von unterschiedlichen Fachärzten dann natürlich in unterschiedlichen Konzentrationen durchgeführt. Nun können sie jedoch eines Tages zu einer Verschlechterung der chronischen Krankheit führen, da sich eine Allergisierung auf einige der eingesetzten Wirkstoffe herausbildet. Oft wird auch der Heilpraktiker konsultiert und es wird z. B. auf Pilze und Keime im Blut und Darm untersucht.
In der Integralen Medizin sehen wir leider oft auch die Nebenwirkungen der eingesetzten Medikamente bzw. Wechselwirkungen der Medikamente bei gleichzeitiger Anwendung verschiedener Wirkstoffe, die sich gegenseitig bis in den krankmachenden Bereich hinein verstärken können.
Bei chronisch kranken Menschen kontrollieren wir immer den immunologischen Gesamtzustand des Organismus sehr genau, da sich hier Erklärungen finden, die für unser weiteres Vorgehen von elementarer Bedeutung sind.
Zu diesem Zeitpunkt können wir meist, nach erfolgter ärztlicher, zahnärztlicher und labortechnischer Untersuchung sowie den Angaben und Beobachtungen der energetisch tätigen Mitarbeiterin eine vorläufige Prognose der weiteren Schritte und Behandlungsmethoden stellen.
Wenn es auch ungewöhnlich ist, beim Arzt auf einen Zahnarzt, einen Labormediziner und eine energetische Mitarbeiterin/Heilerin bzw. Lifecoach zu treffen, muss hier festgehalten werden, dass die Zusammenfassung des Wissens und der Erfahrung aller beteiligten Personen letztlich zu wertvollen Erkenntnissen bezgl. der Krankheitsursache kommt.

Bild: Vom Mund und aus dem Mund kommen nicht nur das Essen sondern auch eine Reihe von
Belastungsfaktoren wie Metalle oder Kunststoffe (Zahnersatzmaterialien) in den Darm und somit in den Körper.
In der Integralen Medizin ist als erstes die Sanierung der Mundsituation des Patienten, wenn es sein Gesundheitszustand zulässt, durch den Zahnmediziner üblich. Auch zu diesem Zeitpunkt ist die Zusammenarbeit unerlässlich: Der Mediziner stabilisiert schwerkranke Patienten und bereitet sie für die notwendigen zahnmedizinischen Eingriffe vor. Während der Behandlungen der Integralen Zahnmedizin wird eine deutliche Reduzierung der notwendigen Medikamente, dazu gehören Beruhigungsmittel vor der OP und Betäubungsmittel während der OP, durch die Aurikulotherapie möglich. Die Aurikulotherapie kommt auch nach der Operation zum Einsatz. Durch die Anwendung von kleinen Dauernadeln können Schmerzmittel oder Antibiotika auch bei größeren Eingriffen im Mund in der Regel vermieden oder diese nur in geringem Umfang eingesetzt werden.

Bild: Mund und Gesicht haben eine sehr kompakte Nerven und Gefäßversorgung,
die uns nachfolgend beschäftigen werden.